Worauf man bei einer Achsvermessung achten muss, wenn Einstellarbeiten an der Hinterachse gemacht werden müssen!!!

Was hat die Hinterachse mit den Assistenzsystemen (Kamera, Radar, Laser) an der Front zu tun? Da gibt es doch keinen Zusammenhang, oder?

Wird aufgrund einer Reparatur an der Hinterachse (Tieferlegung, Erneuerung eines Bauteiles) oder wegen Reifenverschleiß der Spurwert an der Hinterachse geändert (verändert sich auch, sobald man den Sturz hinten ändert), so hat dies Auswirkung auf die Fahrerassistenzsysteme an der Front des Autos.

Warum hat eine Achseinstellung an der Hinterachse Einfluss auf die Sensoren der Fahrassistenzsysteme an der Front?

Das liegt daran, dass die Hinterachse die spurgebende Achse des Fahrzeuges ist. „Lenkt“ die Hinterachse aufgrund der Spuränderung auch nur minimal auf eine andere Seite, so fährt das Fahrzeug so lange zu Seite, bis der Fahrer entgegenlenkt. Das Lenkrad steht dann leicht schief, aber das Auto fährt wieder in die gewünschte Richtung. Dies nennt man Dackellauf. Das ist soweit auch kein Problem. ABER!!! Sobald das Auto mit Fahrerassistenzsystemen ausgestattet ist, hört sich der Spaß auf. Sämtliche Sensoren (Radar, Kameras, Laserscanner, Nachtsichtassistent) vorne am Auto sind auf die geometrische Fahrachse ausgerichtet. Diese Achse ist die Winkelhalbierende der beiden Spurwerte an der Hinterachse. Und diese geometrische Fahrachse ändert sich, sobald man die Hinterachse einstellt. Zur genauen Darstellung der Zusammenhänge, habe ich folgenden Beitrag incl. Video erstellt. Einfach aufs Bild klicken

Spur Hinterachse links und rechts gleich – Fahrzeuglängsmittelebene und geometrische Fahrachse sind deckungsgleich.

Fahrwerk Achsvermessung ACC Radar Spurhalteassistent kalibrieren justieren geometrische Fahrachse

Durch die Änderung der Spur, weicht die geometrische Fahrachse von der Längsmittelebene ab. Die Sensoren schauen „irgendwo“ hin

Die Sensoren sehen doch, was vorne los ist?

Die Sensoren sehen zwar immer den gleichen Ausschnitt des Geschehens, die Richtung können Sie selbst aber nicht beeinflussen. Da der Sensor ja keinen Sensor hat, der ihm seine genaue Lage zur geometrischen Fahrachse meldet, kann das Fahrerassistenzsteuergerät auch keine Fehlermeldung ausgeben. Somit erkennen Sensoren Hindernisse gar nicht oder zu spät, was zu schweren Unfällen führen kann.

Der Beweis, dass keine Fehlermeldung kommt:

Der Beweis – Fahrassistenzsysteme müssen justiert werden

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ACHTUNG

Gehen Sie kein Risiko ein. Ein nicht justiertes Fahrassisstenzsystem kann Verkehrssituationen falsch einschätzen und zu schweren bzw. tödlichen Verletzungen führen. Im Falle eines Unfalles aufgrund eines nicht justierten Fahrassistenzsystemes kann die Versicherung die Zahlung verweigern.

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