Versicherung schickt keinen Gutachter raus – wirklich wegen Corona? Wers glaubt…

Hat man in der letzten Zeit einen Karosserieschaden am Fahrzeug, ist immer öfter der Fall, dass die Versicherung keinen Gutachter zur Besichtigung vor Ort rausschickt. Grund dafür laut Versicherung:

Wir wollen unsere Sachverständigen keiner Gefahr aussetzen. Ich glaube, dass es mit den aktuellen Hygienemaßnahmen kein Problem wäre. Aber man muss ja wirklich nichts riskieren.

Aber wie kann man die Schadenhöhe dann beziffern?

Ganz einfach. Der Kunde sendet Fotos und aufgrund dessen wird im Büro die Schadenhöhe festgesetzt. Dann wird das Geld schnell ausbezahlt und gut ist.

Tja. Wenns so einfach wäre, hätten wir dann überhaupt schon mal Sachverständige gebraucht? Wie soll man auf Fotos erkennen, was unterm Blechkleid beschädigt ist?

Aber will das die Versicherung wirklich wissen? Dann müssen die ja die Kosten für den Sachverständigen zahlen und nachher auch noch mehr Geld für die komplette Instandsetzung des Schadens ausgeben. Hmmm. Ist doch viel besser so, oder?

Was bei der Schadenfeststellung gespart wird muss der Kunde aus eigenem Geldbeutel drauflegen

Lässt sich der Kunde das Geld auszahlen, um das Auto später zu reparieren, reicht der Versicherungsbetrag nicht aus. Also muss der Kunden den Rest ausgleichen.

Daher auch bei Auszahlung, also wenn nicht repariert werden soll: Lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag von einem Fachmann erstellen und nach dem wird dann abgerechnet. Sie haben somit keine Nachteile – nur Vorteile.

Wirklich wegen Corona?

Wenn man nun weiß, dass die Versicherer schon vor Corona die Pläne im Schubladen hatten, dass Sie sich die Kosten für die Sachverständigen sparen wollen, ist Corona wohl ein guter Vorwand, dies umzusetzen.

Statt € 2193,41.- nur € 60.- an Kunden bezahlt – wer ist da wohl der Gewinner?

Im folgenden Beispiel sehen Sie, wie das für den Kunden schief laufen kann.